Nicht abbloggen
Das war ein halbes Jahr lang Sonntags in Madrid. Um den letzten echten Eintrag zu lesen, am besten bitte da rechts auf "Februar" oder hier klicken und dann von unten nach oben lesen.
Ich hoffe, es wird einige von Euch freuen zu hören, dass ich weiter "blogge". Auch wenn ich nicht mehr in Madrid bin, mag ich über unalltägliches im Alltag berichten und zwar hier:
www.blogabsatz.de
Danke für´s klicken!
Nina
Ich hoffe, es wird einige von Euch freuen zu hören, dass ich weiter "blogge". Auch wenn ich nicht mehr in Madrid bin, mag ich über unalltägliches im Alltag berichten und zwar hier:
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Nina
Bonusmaterial
Que voy a echar de menos / Was ich vermissen werde
Die Sonne/ Wäsche auf der Terrasse trocknen/ die Sprache/ reifes, saftiges Obst- direkt essbar/ den Retiropark/ gut rasierte Männer im Anzug- ganz alltäglich/ den Stellenwert des Essens/ Ältere Menschen mit Humor/ die Prachtstraßen mit ihren weißen Bauten/ riesige Springbrunnen/ das Kulturangebot/ Shoppingmeilen (antike Parfümerien, süße Dessouläden...) / Tapas gratis zum Bier/ meine Leute/ chino Läden/ chocolate con churros/ kochen mit Gas/ das Nachtleben/ café con leche/ offene Komplimente/ all die süßen Backwaren/ Schuhläden/ Zigaretten für 2,40€/ echte Handwerksläden/ tägliche Gratiszeitungen/ Gimix bei Frauenzeitschriften/ Yo soy Bea / zuverlässige Metro/ Straßenmusiker/ gigantische Plakatwände/ und ja: auch Sissi
...und was nicht:
7 m² Zimmer/ das Mobiliar der Wohnung/ angerempelt zu werden/nicht genau das sagen zu können, was ich meine/ stinkende Mülltonnen aufgrund keinerlei Mülltrennung/ chaotische Nebenkostenabrechnung und horrende Heizkosten/ die schreiende Nachbarin, die immer meine Wäsche umhängt (in den Schatten!)/ Smog/ nörgelnde Busfahrer/ schwarze Kleidung voller weißer Katzenhaare/ streunende Hunde/ willkürliche Siesta ohne Öffnungszeitenschild/ und Zeitangaben wie "wir kommen heute"
...und was nicht:
7 m² Zimmer/ das Mobiliar der Wohnung/ angerempelt zu werden/nicht genau das sagen zu können, was ich meine/ stinkende Mülltonnen aufgrund keinerlei Mülltrennung/ chaotische Nebenkostenabrechnung und horrende Heizkosten/ die schreiende Nachbarin, die immer meine Wäsche umhängt (in den Schatten!)/ Smog/ nörgelnde Busfahrer/ schwarze Kleidung voller weißer Katzenhaare/ streunende Hunde/ willkürliche Siesta ohne Öffnungszeitenschild/ und Zeitangaben wie "wir kommen heute"
Gracias / Danke
° Der erste Dank geht natürlich an meinen wundervollen Bruder, der mir überhaupt den Vorschlag einens blogs für die Zeit in Spanien machte. Ohne Drängen, oder Überreden, aber mit aller Unterstützung. Ich bin im Nachhinein sehr froh darüber, geschrieben zu haben und danke ihm. Danke Nils.
° Danke an meine Eltern, ohne die der ganze Auslandsaufenthalt gar nicht machbar gewesen wäre.
Danke Dietmar und Elisabeth.
° Danke an die Leute vor Ort: Elisa, Olga, Edith, Nadia, Fabien, Zenon, Sofie, Fabiola, Barbara, Melanie, Javier, Eva, Jupiter
° Danke an alle, die mich besucht haben: Betty, Elisabeth, Klaus, Antje, Paul, Nils, Jasmin, Birgit, Florian
° Danke an Gesine für zahlreiche kunterbunte glitzernde Grüße im Briefkasten, die mir meinen spanischen Alltag versüßt haben.
Danke an Pia für ein riesiges gebasteltes glamouröses Geburtstagspäckchen.
Danke an Jens für das Kennenlernen wegen des blogs und die Studioführung.
° Danke an meine Eltern, ohne die der ganze Auslandsaufenthalt gar nicht machbar gewesen wäre.
Danke Dietmar und Elisabeth.
° Danke an die Leute vor Ort: Elisa, Olga, Edith, Nadia, Fabien, Zenon, Sofie, Fabiola, Barbara, Melanie, Javier, Eva, Jupiter
° Danke an alle, die mich besucht haben: Betty, Elisabeth, Klaus, Antje, Paul, Nils, Jasmin, Birgit, Florian
° Danke an Gesine für zahlreiche kunterbunte glitzernde Grüße im Briefkasten, die mir meinen spanischen Alltag versüßt haben.
Danke an Pia für ein riesiges gebasteltes glamouröses Geburtstagspäckchen.
Danke an Jens für das Kennenlernen wegen des blogs und die Studioführung.
23. el fin
An einem Sonntag wie diesem... war der Tag der Rückkehr. Nach ungefähr vier Stunden Schlaf, da ich mit Nadia bis sechs Uhr morgens im Mondo war, wo eine sehr gute Djane auflegte, bin ich mit meinen Mitbewohnerinnen Olga und Elisa (2. Foto) frühstücken gegangen (1. Foto) das rote da ist übrigens keine Marmelade, sondern eine sehr leckere Tomatencreme, die nach einem Wodkalemon-Abend noch besser schmeckt. Elisa, die mich Ende August auch schon vom Flughafen abgeholt hatte, brachte mich diesmal wieder hin, was auch nötig war, denn neben einem Notebook, einem großen Stockschirm, 8,7 kg Handgepäck hatte ich noch einen Koffer von 29,5 kg zu bewältigen. Ich hatte großes Glück, dass ich das Übergepäck nicht zahlen musste. In Köln angekommen kam ich mir dann ein wenig vor, wie ein poor lonesome cowgirl: allein. Ich habe mir eine Limousine voller Luftballons gewünscht, wäre aber auch schon zufrieden gewesen, hätte mir irgendjemand mit dem Gepäck geholfen. Ich habe dann die Wartezeit auf den Zug zum Bahnhof mit einem Heineken überbrückt. Vom Bahnhof habe ich mir ein Taxi geleistet. Der Fahrer hatte sichtlich Probleme den Koffer in den Kofferraum zu hieven und fragte, was denn bitte drin sei. "Schuhe" antwortete ich und er lachte und sagte: "Ich bin doch Taxifahrer und nicht Al Bundy" Die letzte Woche in Madrid war natürlich voll von diesem "alles noch zum letzten mal oder überhaupt mal machen": in der Uni habe ich mir Unterschrift und Siegel abgeholt, dass ich dort war, mit Kunsthistorikstudentin Nadia war ich drei (!) Stunden im wunderschönen Thyssen- Bornemisza Museum und dann haben wir noch einen Sex and the city Tag gemacht: schick gemacht stolzierten wir die Designermeile entlang und sind sogar in den einen oder anderen der leeren Läden hinein, wo einem die Tür aufgehalten wird. Danach zum Lunch und abends DvDs gucken. Nadias schwedische Mitbewohnerin Sofie hatte allerdings Familienbesuch und prompt saßen wir in mitten eines großen Familienessens und für mich wurde sogar ein Teil der Soße vegetarisch gelassen (manchmal, nicht dieses mal, aber manchmal bin ich es allerdings Leid, für fleischloses Essen dankbar sein zu müssen) die schwedisch- britische Familie war ganz goldig, allerdings kann ich nichts zu Themen wie "ein Haus in Südfrankreich" oder "Golf spielen" beitragen und mein englisch, das ich nach der 11. Klasse abgewählt habe, ist einfach nicht gesellschaftsfähig. Danach haben Nadia und ich noch bis 4 Uhr morgens SatC geschaut und uns tatsächlich das gleiche Abschiedsgeschenk gemacht: einen Schlüsselanhänger mit dem spanischen Prinzenpaar drauf. Ansonsten verfolgte ich natürlich das Real Madrid gegen Bayern Spiel und meine Nachmieterin für das Zimmer ist eine Polin. Ich sagte dann zu den Mädels, sie sollen auf ihre Sachen aufpassen, aber das haben sie nicht verstanden. In Spanien gibt es diesbezüglich keine Witze. Ok, das war´s. Auf dem 3. Foto seht ihr meine Straße, Sonnenschein am letzten Sonntag in Madrid nach einer verregneten Nacht in der Nadia zu mir sagte: Madrid weint, weil du gehst.
Wort zum Sonntag: El detalle- das Detail, die Einzelheit. Aber wenn man sagt: "Que detalle" heißt das soviel wie "wie nett von dir". Natürlich habe ich dann der Frau meines Vermieters noch ein paar Blumen gebracht, Margaritas, da ich ja in der Calle de las Margaritas gewohnt habe und sie drückte mich gab mir zwei Küsschen und sagte "Ay mi hija, que detalle" für mich hat sich das eben angehört wie "was für ein Detail" das fand ich irgendwie nett.
22. Viva España / Viva Colonia
An einem Sonntag wie diesem... ist es zu spät geworden, eine gewisse Rotweinschwere lässt mich erst jetzt berichten. Ja, es geht mir wieder besser und ich genieße die letzte Woche in Madrid in vollen Zügen. Gestern hat mich Fabien (3. Foto) zu einem letzten Abendessen eingeladen. Wir waren in einer ganz schönen Kneipe namens El Jardín de los secretos (Garten der Geheimnisse) und da gab es eine tolle Käseplatte und einen Traum aus Schokolade als Dessert. Außerdem war ich mit Jupiter (meinem Tandempartner, siehe Eintrag 15) in der M.C. Escher Ausstellung, in die ich schon mit meinem Bruder Nils wollte, jedoch die Schlange zu lang war. Die Austellung war wirklich gut: jede Menge zu sehen und es lief klassische Musik, was das ganze irgendwie noch kurzweiliger gemacht hat. Und dann arbeite ich systematisch meinen Reiseführer nach Sehenswürdigkeiten ab, beispielsweise die Don Quijote Statue (1. Foto) er vorne links neben Sancho Panza und hinter den beiden thront ihr Erschaffer Cervantes. Bei diesen Spaziergängen habe ich eine Darstellerin meiner Lieblingsserie Yo soy Bea (Verliebt in Berlin auf spanisch) gesehen! Also noch mehr Sehenswürdigkeiten als geplant! Und während am Donnerstag in Köln die jecken Mädsche den Männern die Krawatten abgeschnitten haben (Alaaf!) war ich mit Nadia beim Pilates. Auf dem Rückweg ist in der Metro ein Junge im Grundschulalter völlig durchgedreht, hat schrecklich geschrien, geweint und gegen die Tür getreten. Die Mutter hatte Mühe, ihn festzuhalten und einige Männer wollten eingreifen, das wollte sie aber nicht. Abgesehen davon, dass ich nicht mehr in Ruhe die Vogue "lesen" konnte, die Nadia mir geschenkt hatte, war das alles ziemlich beklemmend. Hier ist übrigens auch Karneval, das bedeutet ewig lange Paraden ziehen durch die Stadt, bestehend aus sehr traditionellen Verkleidungen alla Venedig, sowie bunt brasilianisch, außerdem überdimensionale Süßigkeiten und gigantische Tierwesen, an denen Trapezkünstler schaukeln. Und caramelos (Bonbons) werden auch geworfen, dass findet die Masse drumherum sehr gut, ist aber nicht betrunken und auch nicht verkleidet. Ich habe nur ein paar Typen als Polizisten gehen sehen (2. Foto) In Madrid ist es übrigens gang und gäbe sich seine Einkäufe nach Hause liefern zu lassen. Elisa hat am Samstag abend riesig eingekauft und am Montag wurde alles geliefert, als nur ich zu Hause war- aufregend. Schon witzig sowas in einem Land, das sonst viel weniger amerikanisches übernimmt. Aber die Spanier haben wahrscheinlich weniger Probleme mit zerquetschten Yoghurts als die Deutschen. Wenn man hier aber etwas zu beanstanden hat, egal ob in einem Café oder beim Frisör, dann füllt man hojas de reclamación (Reklamationsformulare) aus und bekommt anscheinende immer Antwort oder Geld zurück. Ach ja und Valentinstag war ja auch, den nennen die Spanier dia del corte inglés . El corte inglés ist DAS spanische Kaufhaus mit Monopolstellung. Ansonsten ganz lustig: meine beste Freundin Hanni, die Europastudien studiert ist nun für ein halbes Jahr in Valencia und hat mich von ihrem spanischen Handy auf das meinige angerufen. Dabei haben wir unter anderem darüber gequatscht, wie selten man eigentlich so richtig herzhaft lacht. Und dann ist mir dies gleich am nächsten Tag passiert: den Duschvorhang hier müssen wir immer über die Stange werfen, da Sissi sonst alles ankratzt und ich wollte den herunternehmen zum duschen (ich war noch bekleidet) und da kam mir die ganze Duschstange aus der Wand entgegen. Da ich glaubte, sie könnte den Spiegel treffen, gab ich einen kurzen, merkwürdigen Aufschrei von mir und Elisa sowie Olga rannten aus ihren Zimmern. In diesem Bild musste ich so lachen, vor allem, wie Elisa (die eine sehr extreme Lache hat) dann den Vorhand wieder auffädelte, während ich die Duschstange hielt. Sissi scheint übrigens geschlechtsreif zu sein, sie gibt schrecklich flehende Laute von sich und wälzt sich auf dem Rücken hin und her. Und Elisa hat mir einen ganz tollen Schlüsselanhänger mit einem N aus Mexiko mitgebracht. Dann hat mir noch eine Spanierin gesagt ich würde aussehen wie Marisol - ein spanischer Kinderstar! Naja, Jupiter hatte mich auch auf 20 geschätzt... und ich träume hier viel mehr und realer, vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich mich auf meiner 80 cm breiten Matratze nicht so rumrollen kann und deshalb die ganze Bewegung im Kopf stattfindet ;O) Also dann bis Ende der Woche, wenn es zum letzten Mal heißt "An einem Sonntag wie diesem..."
Wort zum Sonntag: "El cerebro"- das Gehirn/ das Hirn. Es gibt hier eine Margarine, die gut für das Gehirn sein soll: porque tu cerebro tambien tiene hambre (weil dein Gehirn auch Hunger hat) Nebenbei, was ist eigentlich der Unterschied zwischen Gehirn und Hirn?
21. el examen enfermo
Also, dann bis nächsten Sonntag und nicht vergessen: Über den Wolken scheint immer die Sonne (aber wer will schon in einem Flugzeug leben)
Wort zum Sonntag: "El Hinojo"- der Fenchel. Es war einfach kein Fencheltee im Supermarkt zu bekommen. Dann habe ich Olga gefragt, ob es in der Apotheke infusiónes de hinojo (Fencheltee) gäbe und sie hat mir dieses (2. Foto) Päckchen mitgebracht. Die puren Blätter sind aromatisch und zeigen Wirkung!
